SV OG-Friedrichsfeld-Hünxe                       BH I VPG I GHS

GHS

Der Begriff GHS steht für Gebrauchshundesport

Entstanden ist der GHS durch den Zusammenschluss einiger Hundesportler die über den VPG-Bereich hinaus mit ihren Hunden arbeiten wollten.
Dazu beigetragen hat die Reportage in der SV-Zeitung über die Prüfungsordnung in den 40er und 50er Jahren des Schäferhundevereines, aus der einige Elemente übernommen wurden.
Dazu kommen Beobachtungen die man auf anderen Hundeplätzen im In- und Ausland gemacht hat.
Unseren "Abenteuerspielplatz" haben wir einem Übungsgelände in Schooten (Belgien) nachgebaut, auf dem belgische Polizeihunde ausgebildet werden.

Die Übungselemente, die wir auf dem Gelände neben dem Vereinsgelände durchführen, umfassen:

Hochsprung
Der Hochsprung beginnt mit einer Höhe von 1 Meter und ist je nach Hund nach oben hin nicht begrenzt

Weitsprung
Der Weitsprung beginnt bei 3,50 Meter und kann beliebig vergrößert werden.

Steilwand
Die Steilwand beginnt bei einer Höhe von 1,80 Meter und geht bis 2,30 Meter.

Unterordnung
In der Unterordnung kann der Hf seinen Hund beliebig führen, möglichst ohne Leine und Halsung. Der Hund sollte sich jedoch in der Nähe des Hf befinden. Wer möchte kann seinen Hund auch mal mit einem Beißkorb führen. Dies könnte in manchen Situationen eventuell sehr hilfreich sein

Positionen
Aus einer geringen Entfernung soll der Hund nach Kommando die Positionen „Platz“, „Sitz“ und „Steh“ einnehmen können. Hierbei sollte der Hund möglichst seinen zugewiesenen Ort nicht verlassen

Apport
Der Hund sollte in der Lage sein alle tragbaren Gegenstände, außer Glas und Metall, auf Kommando zum Hundeführer zurückzubringen

Platzablage
Bei der Platzablage begibt sich der Hf aus der Sicht des Hundes. Nach einer kurzen Verweilzeit versucht eine Person den Hund z.B. durch Gegenstände oder durch Aufforderung zum Spiel von der Örtlichkeit wegzulocken. Das Ziel ist natürlich das der Hund trotz der Ablenkung liegen bleibt.

Futterverweigerung
Während der Unterordnung wird dem Hund Futter angeboten, welches er nicht anrühren sollte.

Voraus
Auf Kommando sollte sich der Hund in die angezeigte Richtung begeben und auf Zuruf zurück zum Hf kommen.

Geruchsidentifikation
Hierbei lernt der Hund aus mehreren gleichen Gegenständen das herauszufinden, welches von seinem Hf stammt.

Kampfhandlungen
Bei den Kampfhandlungen muss der Hund Hindernisse (z.B. Wassergraben / Hängebrücke) überwinden und / oder wird durch den Figuranten durch Gegenstände vom Zugriff in den Jutearm abgehalten. Sobald der Hund in den Jutearm gebissen hat ist die Kampfhandlung zu beenden und der Hund wird zum Hf zurück gerufen. Der Hund sollte möglichst schnell trennen und wird beim Zurückkommen durch den Hf mit einem Spielgerät (Ball oder Beißwurst) bestätigt
Die Kampfhandlung erfolgen ohne jedes Anhetzten und aus der Ruhe heraus.
Diese Beutewechsel sollten ohne jegliche Aggressionen erfolgen.


Stellen und Verbellen
Den stillstehenden Helfer hat der Hund zu verbellen. Dies kann in einem Gebäude, auf der Hängebrücke oder im offenen Gelände sein.

Gegenstandsbewachung
Hier hat der Hund einen Gegenstand u.a. Fahrrad, Tasche, Kleidungsstück zu bewachen. Der Helfer nähert sich dem Gegenstand oder versucht den Hund von diesem wegzulocken. Kurz bevor der Helfer den Gegenstand ergreifen kann, sollte der Hund ihn daran hindern. Sobald der Helfer den Hund von dem Gegenstand wegzieht, sollte dieser selbstständig trennen und zum Gegenstand zurückkehren.

Führerverteidigung
Helfer, Hf und Hund spielen verschiedene Situationen durch. Erst wenn der Helfer eine Aggression gegen den Hf richtet darf der Hund den Angriff abwehren.

Stöbersuche
Der Helfer versteckt sich bevor der Hund auf den Platz kommt auf dem Übungsgelände. Auf Kommando stöbert und sucht der Hund den Platz und die Verstecke nach dem Helfer ab. Verhält sich der Helfer ruhig, wenn der Hund ihn gefunden hat, muss dieser verbellt werden. Bei Flucht oder Angriff des Helfers hat der Hund diesen festzuhalten.
Besonders bei absoluter Dunkelheit ist dies eine tolle und schwere Übung für die Hunde.


Abgebrochene Flucht
Der Hund wird hinter den flüchtenden Helfer geschickt. Kurz bevor der Hund diesen erreicht wird er durch den Hf zurückgerufen.


Alle hier vorgestellten Übungen werden dem Hund ausschließlich durch Motivation, mit Hilfe von Triebmitteln (Ball/Beißwurst o.ä.) und ohne –Zwang-- vermittelt